Diabetes - Lebensführung und Lebensstil

Ausgabe: 2/2007

53. Jahrgang

Jahrgang: 2007

Inhalt: Ausgabe

Diabetes mellitus – Ursachen, Epidemiologie, Behandlungsmöglichkeiten und Folgeschäden der Erkrankung

Mehnert, Hellmut

Ausgehend von Gemeinsamkeiten und Unterschieden des Typ-1-Diabetes und des Typ-2-Diabetes befasst sich der Beitrag zunächst mit den Ursachen des Diabetes mellitus. Angesichts erschreckend hoher und in Zukunft noch weiter steigender Zahlen für den Typ-2-Diabetes in Deutschland plädiert der Autor für eine Verbesserung der Früherfassung des Diabetes in Klinik und Praxis:

Gesundheitliche Eigenverantwortung beim Typ-2-Diabetes

Marckmann, Georg • Gallwitz, Baptist

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung sowie veränderter Lebensgewohnheiten und Umweltbedingungen nimmt die Anzahl chronischer Erkrankungen wie der Typ-2-Diabetes beständig zu. Für den Typ-2-Diabetes konnten Übergewicht, eine hochkalorische und fettreiche Ernährung sowie mangelnde körperliche Bewegung als wichtige Risikofaktoren identifiziert werden.

Diabetes – eine Anfrage an das Leben?

Heitker, Birgit • Manemann, Jürgen

Diabetes bedeutet für Kranke und Angehörige die Erfahrung einer Zäsur. Als Zäsurerfahrung geht Diabetes einher mit einer Lebenskrise. Welche Fragen stellen sich in dieser Krise?

Formen der Selbstbestimmung. Theologisch-ethische Perspektiven zu Patientenverfügungen bei Demenzerkrankungen

Dabrock, Peter

Bei der aktuellen Debatte um Patientenverfügungen steht das Verständnis von Selbstbestimmung im Vordergrund. Aus der Perspektive theologischer Anthropologie plädiert der vorliegende Beitrag für ein Verständnis, das sich nicht nur am Konzept der autonomen Persönlichkeit orientiert.

Ars aegrotandi?

Splett, Jörg

Traditionell gehörte zur ars vivendi auch die ars moriendi1und die ars aegrotandi, zur Lebenskunst die Kunst, krank zu sein. Wäre die in einer Ära der »LebensLust« nicht mehr von Nöten? Oder wäre umgekehrt, da Platon ständige Gesundheits-Sorge als Krankheit bezeichnet, heute eins das andere? Ja, nicht bloß heute, sondern überhaupt, weil Menschenleben als solches Krankheit besagt?

Die Eigenverantwortlichkeit des Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 – ein frommer Wunsch oder eine Utopie?

Jacob, Stephan • Jacob, Frohmut

1. Einleitung Im Rahmen der Überlegungen zur Lösung der Krise des Gesundheitswesens, der Zunahme der lebensstil-bedingten Erkrankungen und der explodierenden Kosten wird immer häufiger der Ruf laut nach mehr Eigenverantwortung des (mündigen) Patienten und eine daraus abzuleitende stärkere Einbindung (in die Pflichtnahme) des Versicherten in den aktiven (Präventions- bzw.) Therapie-Prozess.

Vom Glück, ein Diabetiker zu sein

Lauber, Hans

Vom Glück, ein Diabetiker zu sein – eine ungewöhnliche Aussage. Wie sie zustande kommt, erläutere ich im folgenden Text, wo ich die Geschichte meiner »Zuckerkarriere« schildere – und welche Lehren ich daraus gezogen habe. 1. »Passen Sie auf Ihren Zucker auf« Schon seit frühester Kindheit spielte der Zucker (das Wort Diabetes kannte ich damals noch nicht) eine Rolle in meinem Leben. Der Großvater ist daran gestorben, der Vater hatte ihn.

Pneumologie – eine Utopie

Ewig, Santiago

1. Einleitung Von Utopien zu sprechen im Zusammenhang mit einem Fachgebiet der Inneren Medizin, der Pneumologie, erscheint unpassend.

Stefan Schulz/Klaus Steigleder/Heiner: Fangerau/Norbert W. Paul (Hrsg.), Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Eine Einführung, Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 2006, 511 Seiten.

Steger, Florian

Durch die achte Novelle der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte (2002) wurden historische, theoretische und ethische Aspekte der Medizin als Lehrinhalte des medizinischen Curriculums festgeschrieben. Dafür ist der Querschnittsbereich »Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin« (GTE) geschaffen worden.

Buyx, Alena M.

Andreas Vieth, Einführung in die Angewandte Ethik, Darmstadt (WBG) 2005, 198 Seiten.

Die philosophische Disziplin »Angewandte Ethik« erfreut sich seit einiger Zeit zunehmender Aufmerksamkeit – insbesondere auch in philosophischen Fachdebatten, in der Studentenausbildung und in der Erwachsenen-Weiterbildung. Es besteht daher ein Bedarf an einführenden Arbeiten, die eine erste Annäherung an das Fach erlauben und wichtige Themenbereiche vorstellen.

Thomas S. Hoffmann/Walter Schweidler (Hrsg.), Normkultur versus Nutzenkultur. Über kulturelle Kontexte von Bioethik und Biorecht, Berlin/New York (Walter de Gruyter) 2006, 549 Seiten.

Buch, Alois Joh.

Offenkundige »Gegensätze […] bis in die systematischen Grundkonzepte« der Bioethik, vor allem aber eine in Wertungsgegensätzen erkennbare »Differenz zwischen grundsätzlich auseinander liegenden ›Kulturen‹ als überindividuell verbindliche Weisen, über den ›Wert‹ des Lebens zu urteilen« (V), diagnostizieren Hrsgg. einleitend.

Monika Führer/Ayda Duroux/Gian Domenico Borasio (Hrsg.), »Können Sie denn gar nichts mehr für mein Kind tun?« Therapiezieländerung und Palliativmedizin in der Pädiatrie. Mit einem Geleitwort von Dietrich Niethammer, Stuttgart (Kohlhammer) 2006 (Münchner Reihe Palliative Care. Palliativmedizin – Palliativpflege – Hospizarbeit; Bd. 2), 190 Seiten.

Buiren, Miriam van

»Sterben ist ein Stück Leben, Tod und Sterben fallen nicht zusammen. Der Tod bedeutet ein Ende, einen Zustand […]. Das Sterben ist dagegen der Weg, den der Mensch in seiner letzten Lebensphase bis zum Tod zurücklegen muss.

Christoph S. Herrmann/Michael Pauen/Jochem W. Rieger/Silke Schicktanz, Bewusstsein. Philosophie, Neurowissenschaften, Ethik, Paderborn u. a. (W. Fink – UTB) 2005, 439 Seiten.

Talbot, Davinia

Stellen Sie sich Max vor: Er existiert virtuell und ist eine künstliche Intelligenz. Sie bauen mit Max ein Modellflugzeug. Er unterhält sich mit Ihnen, gibt Tipps und versucht sogar, Sie zu motivieren, wenn Sie keine Lust mehr zur Bastelei haben. Er beherrscht einige wesentliche Elemente menschlicher Kommunikation, aber kann Max auch ein Bewusstsein haben?