Das Heil der Kranken

Splett, Jörg

»Unser Leben geht hin mit Verwandlung« schreibt Rilke in der siebten Duineser Elegie. Woran Menschen ihr Herz verschwendet haben, entgleitet. Er nennt die Tempel, stellvertretend für anderes, das als »einst gebetetes Ding, ein gedientes, geknietes –,« nicht bloß aus den Augen, sondern vielen auch aus Sinn und Gedächtnis gerät. So kommt zum äußeren ein innerer Verlust, tiefer kränkend und gefährlicher. »Jede dumpfe Umkehr der Welt hat solche Enterbte, / denen das Frühere nicht und noch nicht das Nächste gehört.« Solches Ausgesetzt-sein macht Angst, und Angst ist einer der schlechtesten Ratgeber. Darum empfiehlt es sich, innezuhalten und sich der Prinzipien eigenen Tuns zu erinnern.

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