Menschwürde am Ende des Lebens

Ausgabe: 1/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

Eingeschränkte Freiheit. Die Bedeutung der Autonomie der Person im Rahmen des gesetzlichen Betreuungsverfahrens

Rethmann, Albert-Peter;Rottbeck, Ruth M.

Der Begriff »Patientenautonomie« spielt eine zentrale Rolle bei der Bestimmung des Verhältnisses von Arzt und Patient. Wie weit reicht die »Autonomie« bei Menschen, denen vom Vormundschaftsgericht ein Betreuer zur Seite gestellt wird? Der Lebensentwurf des Betreuten soll die Grundlage des Betreuerhandelns sein, nicht zuletzt in den Fragen am Ende des Lebens bezüglich des Einsatzes intensivmedizinischer Maßnahmen und ihres Abbruchs (PEG-Sonde, Respirator etc.). Wenn es dem Willen eines Patienten entspricht, muss ein Betreuer in der Lage und berechtigt sein, den Abbruch einer aussichtslosen, nur das Leiden verlängernden Behandlung einzufordern. Das ist die Konsequenz aus dem Willen, das Selbstbestimmungsrecht auch des nicht zu einer Äußerung fähigen Patienten wahren zu wollen.

Tags: Person Betreuer Betreuungsrecht Behandlungsabbruch Fürsorge Patientenverfügung PEG-Sonde

The concept of patient autonomy plays a central role in determining the relationship between doctor and patient. What is the »autonomy« of a person who has been assigned a legal guardian by a court? The patient’s plan for life is expected to be the basis for the guardian’s actions, not least in questions about the use of intensive care measures and their withdrawal at the end of life. If it conforms with the patient’s will a guardian must be in a position to demand the withdrawal of treatment which is futile and prolonging suffering. That is the consequence of the intention to preserve the autonomy of patients who can no longer express themselves.

Tags: person guardian law governing guardianship withdrawing treatment care living will PEG tube

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