Der aufgeklärte Patient in der Informationsgesellschaft

Ausgabe: 4/2001

47. Jahrgang

Einwilligungsfähigkeit in der Partnerschaft zwischen Arzt und Patient

Kindt, Hildburg

Willensbildung, ein Endresultat instabilen Prüfens und Abwägens, vollzieht sich nicht nur im eigenen Bewusstsein, sondern ist von einem zwischenmenschlichen und situativen Kontext mitgestaltet. Dieser Beitrag widmet sich dem Thema Einwilligungsfähigkeit im interaktiven Entscheidungsprozess zwischen Arzt und Patient. Im Konflikt zwischen Patientenautonomie und nur ärztlicher Entscheidung plädiert der Beitrag für ein relationales Modell des Informed consent. In einem zweiten Schritt wird auf die Einwilligungsfähigkeit psychisch Kranker am Beispiel der Einwilligung zu wissenschaftlichen Studien eingegangen. Am Ende fordert die Autorin dazu auf, in diesem sensiblen Bereich den Stellenwert von Krankheit bei psychisch Kranken, einschließlich der dazugehörigen Arzt-Patient-Beziehung besser zu berücksichtigen.

Tags: Selbstbestimmung Patientenwille Einwilligungsfähigkeit Informed consent medizinische Forschung medizinische Ethik

The determination of the will, which is a result of a fluid process of examination and evaluation, is not confined to one’s own mind but influenced also by an interpersonal and circumstantial context. This article considers the problem of the ability to consent within the interactive decision making process between physician and patient. Weighing up between patient autonomy and decisions based solely on medical opinion it argues in favour of a relational model of informed consent. The second part of the paper discusses the ability of the mentally ill to consent to medical research. The author suggests that in this sensitive area the illnes, including the physician-patient-relationship, of the mentally ill must be given more attention.

Tags: autonomy the patient’s wishes ability to consent informed consent medical research medical ethics

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