Stammzellenforschung

Ausgabe: 3/2001
(nur Online verfügbar)

47. Jahrgang

»Lasst uns Menschen machen …«. Über Homunculi und andere Kreaturen

Wetzstein, Verena

Ähnlich wie der US-amerikanische Wissenschaftler Richard Seed im Jahre 1998 kündigte der italienische Fortpflanzungsmediziner Severino Antinori in diesem Jahr an, im Sommer 2002 den ersten geklonten Menschen auf die Welt zu bringen.1 Ein genetisch mit dem »Vater« identischer Mensch solle nach dem Klonvorgang und einer 9-monatigen Schwangerschaft im Leib einer genetisch nicht beteiligten »Mutter« geboren werden. Diese von anderen Wissenschaftlern als Utopie bezeichnete Möglichkeit des reproduktiven Klonens erhitzt zusammen mit der Frage nach der Erlaubtheit des zurzeit in den meisten Ländern ungeregelten oder verbotenen so genannten therapeutischen Klonens die Gemüter.2 Seit der Geburt des schottischen Klonschafs »Dolly« im Jahr 1996 erregt die Methode des Klonens eines Zellkerns und die damit verbundene Herstellung eines Säugetieres mit dem identischen Erbgut eines anderen erwachsenen Tieres großes Aufsehen: Sollte das reproduktive Klonen, d. h. das Herstellen einer genetisch identischen Kopie, bald auch beim Menschen möglich sein? Kann der Mensch bald Menschen schaffen?

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück