Menschenwürde konkret

Ausgabe: 4/2000

46. Jahrgang

Zum Begriff des Therapeutischen Klonierens

Heinemann, Thomas

Die Stellungnahme einer britischen Expertengruppe vom 16. August 2000 zu menschlichen embryonalen Stammzellen und in diesem Kontext speziell zum sogenannten therapeutischen Klonieren menschlicher Embryonen hat der gegenwärtigen international geführten Diskussion über die mit der Stammzelltechnologie verbundenen ethischen und rechtlichen Probleme weiteren Anschub verliehen. Die britische Regierung hatte im Juni 1999 den Chief Medical Officer beauftragt, auf dem Hintergrund des erkennbaren großen Potentials, das menschliche embryonale Stammzellen für Zell- und Gewebeersatztherapien beim Menschen besitzen könnten, den Forschungsbedarf, die zu erwartenden Erkenntnis- und Anwendungsgewinne, die Risiken, mögliche alternative Strategien sowie die Notwendigkeit von Regularien im Hinblick auf die Stammzelltechnologie durch eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe untersuchen zu lassen. In dem jetzt vorgelegten Abschlußbericht gelangt diese Gruppe zu der Empfehlung, angesichts der sich abzeichnenden Therapiemöglichkeiten mit embryonalen Stammzellen im Humanbereich die zur Gewinnung dieser Zellen notwendige Verwendung von menschlichen Embryonen zu erlauben, darüber hinaus zu diesem Zwecke auch die Erzeugung menschlicher Embryonen, insbesondere auch durch Transplantation eines Zellkerns in eine entkernte menschliche Eizelle, zuzulassen.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück