Ethik im Medizinstudium

Ausgabe: 1/2004

50. Jahrgang

Karin Wilkening/Roland Kunz, Sterben im Pflegeheim. Perspektiven und Praxis einer neuen Abschiedskultur, Göttingen (Vandenhoeck und Ruprecht) 2003, 271 Seiten.

Höver, Gerhard

Das Thema »Sterben im Pflegeheim« erweckt bei den meisten Menschen zwiespältige Gefühle. Zum einen werden Sterben und Tod nach wie vor eher tabuisiert oder verdrängt, zum anderen werden mit dem Begriff »Heim« nicht unbedingt positive Vorstellungen verknüpft, vor allem wenn in den Medien »neben dem Pflegenotstand immer wieder von spektakulären Vernachlässigungen bis hin zu Tötungshandlungen zu lesen« (76) ist. Hier ist erhebliche Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn spätestens mit dem Pflege-Qualitätssicherungs-Gesetz (PQsG), das zum 1. Januar 2002 in Kraft getreten ist, wird jeder Pflegedienst in Deutschland verpflichtet, ein umfassendes, einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln. Ungeachtet der laufenden Diskussion um die Pflege-Prüfverordnung werden in Zukunft Leistungs- und Qualitätsnachweise insofern an Bedeutung gewinnen, als sie die Einrichtungen dazu verpflichten, nicht nur persongerecht zu handeln, d. h. Art, Inhalt und Umfang der Leistungen an die Pflegebedürftigkeit der betreffenden Person anzupassen, sondern auch sich selbst als »lernende Organisationen« (181) zu begreifen.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück