Medizin - Religion - Gesellschaft

Ausgabe: 3/2004
(nur Online verfügbar)

50. Jahrgang

Pecunia (non) olet? Bemerkungen zur Frage, ob man Eigentümer des eigenen Körpers ist und damit zugleich ein Recht zur Kommerzialisierung verbunden ist

Heinrichs, Bert

In der Frage, ob finanzielle Anreize bei der Spende von oder sogar ein Handel mit Gewebe und Organen ein geeignetes Mittel darstellen, um das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage von Gewebe und Organen zu verkleinern, werden von Befürwortern wie Gegnern Argumente ins Feld geführt, die auf sehr unterschiedlichen Ebenen angesiedelt sind. Argumentationslogisch vorgängig ist aber die Frage, ob der Mensch überhaupt Eigentümer seines Körpers ist. Verneint man dies nämlich, dann hat der Einzelne auch nicht das Recht, Teile seines Körpers zu verkaufen. Mit Bezug auf die Fragestellung werden vier mögliche Positionen vorgestellt und auf ihre Überzeugungskraft hin analysiert. Abschließend soll untersucht werden, ob für den Fall, dass man ein (partielles) Eigentumsrecht des Einzelnen an seinem Körper unterstellt, automatisch folgt, dass dann auch eine Kommerzialisierung aus ethischer Sicht legitim ist.

Tags: Kommerzialisierung Organhandel Geld

As to the question whether financial incentives to encourage tissue and organ donation or even the trade in organs and tissues are an appropriate means by which the gap between supply and demand for organs can be closed, proponents and opponents tend to argue on very different levels. Yet a prior question must be answered first: Is a person the owner of his/her body? If the answer is no, a person has no right to sell parts of his/her body. Four possible answers will be introduced and analysed with respect to their cogency. Finally, I address the question whether on the assumption that a person has at least the partial property rights to his/her body trading in organs is morally justified.

Tags: commercialisation organ trade money

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