Ethik in der Pädiatrie

Ausgabe: 2/2005

51. Jahrgang

Methode oder Prognose? Zum Diskussionsentwurf des Gendiagnostikgesetzes aus ethischer Perspektive

Wiesing, Urban;Schmitz, Dagmar

Seit einigen Monaten existiert ein Diskussionsentwurf, gefolgt von einer ausführlichen Begründung.1 Neben allgemeinen Vorschriften sowie Bestimmungen der Begriffe und des Anwendungsbereichs regelt der Entwurf genetische Untersuchungen zu medizinischen Zwecken, zu Zwecken der Lebensplanung, zur Klärung der Abstammung, im Versicherungsbereich, im Arbeitsleben sowie zu Zwecken wissenschaftlicher Forschung. Zudem normiert er die genetische Beratung und Aufklärung, den Schutz der genetischen Daten, die Qualitätssicherung sowie den Umgang mit genetischen Materialien. In ethischer Hinsicht ist der Entwurf geprägt von den einschlägigen Prinzipien wie der Achtung und dem Schutz der Menschenwürde, der Gesundheit und der informationellen Selbstbestimmung. Alle Vorschriften zielen darauf ab, die Betroffenen in die Lage zu versetzen, "eine eigenverantwortliche Entscheidung über die Durchführung einer genetischen Untersuchung zu treffen und mit den Untersuchungsergebnissen angemessen umzugehen" (Begr., 1). Demzufolge sollen beispielsweise genetische Untersuchungen zur Klärung der Abstammung eines Kindes bzw. der Vaterschaft künftig der Zustimmung aller Beteiligten – also auch der der Mutter – bedürfen (§ 21).

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