Schweigepflicht und Patientenrechte

Ausgabe: 3/2005
(nur Online verfügbar)

51. Jahrgang

Peter Baumanns, Kant und die Bioethik, Würzburg (Könighausen & Neumann) 2004, 84 Seiten.

Heinrichs, Bert

Auch eine Ethik, die – wie es Kant mit seiner Moralphilosophie tut – den Anspruch auf universelle Gültigkeit erhebt, kommt nicht umhin, auf neuartige Handlungsoptionen, die durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt eröffnet werden, mit einer theorieimmanenten Fortentwicklung zu reagieren. An kaum einem anderen Handlungsfeld wird diese Notwendigkeit so greifbar wie an der modernen Biomedizin. Das Unterfangen, eine konsistente und zugleich problemadäquate Fortentwicklung zu formulieren, stellt indessen keineswegs eine leichte Aufgabe dar. Dies belegen nicht zuletzt die intensiv geführten Diskussionen zu Themen wie beispielsweise der embryonalen Stammzellforschung, in der sich nicht selten Vertreter sachlich gegensätzlicher Positionen gleichermaßen auf ein und dieselbe ethische Theorie – auch und gerade auf diejenige Kants – berufen. In seiner kleinen Schrift unternimmt der ausgewiesene Kantexperte Peter Baumanns den Versuch, die bioethischen Implikationen des Kantischen Theorieansatzes näher zu bestimmen. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Problem des »einkalkulierten Embryonenverlustes «, der etwa bei der Erforschung embryonaler Stammzellen unvermeidbar ist; kurz widmet er sich auch ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Patientenautonomie.

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