Konfliktfelder der Pränatalmedizin

Ausgabe: 4/2005

51. Jahrgang

Volker Klimpel, Ärzte-Tode. Unnatürliches und gewaltsames Ableben in neun Kapiteln und einem biographischen Anhang, Würzburg (Königshausen & Neumann) 2005, 173 Seiten

Schäfer, Daniel

Für die Medizin erschienen beispielsweise im Jahr 1996 (ebenfalls bei Saur) sowohl der Internationale Biographische Index der Medizin als auch von Alma Kreuter das dreibändige bio-bibliographische Lexikon Deutschsprachige Neurologen und Psychiater. Unabhängig von Killy verfasste Peter Voswinckel einen umfassenden Nachtrags- und Ergänzungsteil zum Biographischen Lexikon hervorragender Ärzte (1880–1930), von dem bisher leider nur der erste Band (Aba-Kom; 2002) bei Olms veröffentlicht wurde. Rein zeitlich fügen sich die biographischen Arbeiten des freiberuflich tätigen Arztes und Medizinhistorikers Volker Klimpel nahtlos in diese Reihe ein: Nach dem Buch Dresdner Ärzte (Hellerau-Verlag; 1998) publizierte der Pressler-Verlag in rascher Folge die Schriftsteller-Ärzte (1999), PolitikerÄrzte (2001) und Frauen in der Medizin (2001). All diese Arbeiten sind aufgrund ihrer speziellen Fragestellungen sowohl für den interessierten Laien als auch für die Forschung interessant und füllen, obwohl sie keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit haben und häufig nur eine Kompilation bereits vorhandenen, jedoch weit verstreuten Wissens darstellen, wesentliche Lücken besonders im zeitgeschichtlichen Bereich aus. Ob diese Vorzüge auch für den vorliegenden Band zutreffen, darf aus Sicht des Wissenschaftlers bezweifelt werden, auch wenn das verstaubte Vorbild, die extrem strukturierten und knappen Todesursachen im ärztlichen Stande von Hermann Vierordt (1926; ca. 2000 Fälle auf 90 Seiten!) in angenehmer Weise variiert wurde und das wenig erforschte 20. Jahrhundert im Vordergrund steht.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück