Neurowissenschaften und Ethik

Ausgabe: 1/2006

52. Jahrgang

Bettina von Jagow/Florian Steger (Hrsg.), Literatur und Medizin. Ein Lexikon, Göttingen (Vandenhoeck und Ruprecht) 2005, 984 Spalten.

Wetzstein, Verena

Zumeist beim Mittagessen trifft Hans Castorp, Sohn eines bankrotten Hamburger Kaufmanns, auf Blut hustende oder vor Atemnot röchelnde Patienten. Ursprünglich hatte er beabsichtigt, nur wenige Wochen im Sanatorium Berghof zu bleiben. Dass sich der Protagonist in Thomas Manns Zauberberg zu einem wesentlich längeren Verweilen in der Tuberkulose-Anstalt entschließt, ist dem geneigten Leser hinlänglich bekannt. Doch was hat es mit der ehemals so bezeichneten Schwindsucht, jahrzehntelang die Seuche schlechthin in Europa, eigentlich auf sich? Entspricht das von Thomas Mann beschriebene jahrelange Dahinsiechen tatsächlich dem typischen Krankheitsverlauf? Wie geht der Autor mit dem Motiv um? Gibt es Parallelen oder andere Formen der motivischen Verarbeitung in der europäischen Literatur?

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