Der leidende Patient - Antworten der modernen Medizin

Ausgabe: 3/2006
(nur Online verfügbar)

52. Jahrgang

Ein Überblick über den Verlauf der Sterbehilfe-Debatte in Frankreich

Horn, Ruth;Saake, Irmhild;Roser, Traugott

Knapp ein Jahr nach dem Tod von Vincent Humbert, der mit seiner Forderung auf ein Recht zu sterben, die französische Sterbehilfedebatte ins Rollen gebracht hatte, veröffentlichte am 30. Juni 2004 der »Parlamentarische Informationsausschuss über das Lebensende «, unter der Leitung des Abgeordneten Jean Leonetti, seine Empfehlungen zum Umgang mit schwer- oder sterbenskranken Patienten. In einem Interview mit »Le Figaro«, erläuterte der Abgeordnete Philippe Douste-Blazy die Ziele dieses Abschlussberichts, der keineswegs eine Entkriminalisierung der Euthanasie beabsichtige. Vielmehr handle es sich bei dem neuen Gesetzesentwurf um die »französische Antwort« auf die in ganz Europa diskutierte Frage der Sterbehilfe. Das Strafgesetz solle dabei nicht angetastet werden; das heißt, das aktive Herbeiführen des Todes durch eine fremde Person werde weiterhin und ausnahmslos als gesetzwidrig gelten.

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