Der leidende Patient - Antworten der modernen Medizin

Ausgabe: 3/2006
(nur Online verfügbar)

52. Jahrgang

Hanfried Helmchen/Siegfried Kanowski/ Hans Lauter, Ethik in der Altersmedizin. Mit einem Beitrag zur Pflegeethik von Eva-Maria Neumann, Stuttgart (Kohlhammer) 2006, 399 Seiten.

Seeberger, Bernd

Die Geriatrie unterteilt sich in Akutgeriatrie, Geriatrische Rehabilitation und Gerontopsychiatrie. Ein typischer Mangel bisher vorliegender nicht altersbezogener Geriatrie-Definitionen war ihre zu große Allgemeinheit. Eine gelungene Definition muss geriatrische Tätigkeit von den bereits vorhandenen Gebieten – insbesondere von der Inneren Medizin – als andersartig und eigenständig abgrenzen. Gute Medizin für Betagte ist jedoch nur möglich, wenn die Eigenheiten des Alterns, die speziellen Untersuchungsmethoden in das Denken und Handeln aller einfließen, die ältere Patienten betreuen. Dies ist der Grundansatz des vorliegenden Buches, das den Stand und die Entwicklung einer Ethik innerhalb der Altersmedizin beschreibt. In neun Kapiteln wird sich sowohl den medizin- und pflegeethischen als auch den besonderen geriatrischen oder gerontologischen Fragestellungen genähert. Im Kapitel 2 werden die medizinethischen Dimensionen des Alterns beschrieben. Hervorzuheben ist hier die differenzierte Sichtweise vom Alter ebenso wie die Deutungsansätze aus der Geschichte und anderen Kulturen. Zugleich wird die Bedeutung vom Sinn im Alter oder die bisher in der Gerontologie wenig erforschte Frage nach dem Grund für die »abnehmende Todesfurcht im Alter« vorgestellt; dabei wird eine Untersuchung von 1972 (Meyer) erwähnt. Ausgeglichen wird dies mit der Vertiefung: »Negative und positive Wahrnehmung des Todes in der Antike« und einem Exkurs über die Einstellungen alter Menschen zum eigenen Tod.

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