Lebendorganspende

Ausgabe: 1/2007
(nur Online verfügbar)

53. Jahrgang

Organ-Spende oder Organ-Handel? »Gaben-theologische« Anmerkungen

Lintner, Martin M.

Aufgrund der rasanten Entwicklung technischer Möglichkeiten im Bereich der Transplantationsmedizin wächst der Bedarf an Organen enorm, das Angebot an gespendeten Organen kann die medizinische Nachfrage nicht decken. Durch Entgeltung von Organen könnten mehr Organe gewonnen sowie in Folge mehr Organtransplantationen durchgeführt werden. Dies wiederum könnte dem Gesundheitswesen Einsparungen von enormen Summen an Behandlungskosten jener Patienten bringen, die aufgrund des Organmangels lange Zeit auf eine Organtransplantation warten müssen bzw. nicht in den Genuss einer solchen kommen. Zudem stellt sich die Frage, ob durch die Legalisierung und gesetzliche Regelung des Organhandels der international florierende Organ-Schwarzmarkt nicht wenigstens eingedämmt werden könnte, dessen Opfer hauptsächlich Menschen der armen Länder sind, die in wirtschaftlichen oder sozialen Notsituationen ungeachtet möglicher gesundheitlicher Folgen, nicht zuletzt aufgrund einer in der Regel mangelnden medizinischen Infrastruktur, zum Verkauf eines Organs bereit sind oder dazu genötigt werden bzw. gezielt Opfer von menschenrechtsverletzenden Praktiken wie willkürlichen Exekutionen (z.B. in China), Entführungen, Verstümmelungen oder Tötungen werden.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück