Behandlungsfehler in der Medizin

Ausgabe: 3/2007

53. Jahrgang

Stephan Sahm, Sterbebegleitung und Patientenverfügung. Ärztliches Handeln an den Grenzen von Ethik und Recht, Frankfurt a.M. (Campus) 2006 (Kultur der Medizin; Bd. 21), 265 Seiten.

Höver, Gerhard

Um im Kontext medizinischer Behandlungen am Lebensende das jeweils richtige Maß zwischen einem Zuwenig an Behandlung und einem Zuviel im Sinne von »Übertherapierung« bestimmen zu können, bedarf es eines Wissens um ethische und rechtliche Grenzen, das nur auf der Basis klarer, unmissverständlicher Begriffe zu gewinnen ist. Genau das aber stellt sich als eine erste Herausforderung dar, wenn sich zeigt, dass weithin verbreitete und in der Rechtsprechung verwendete Begriffe zu einer erheblichen Verwirrung in der Beurteilung konkreter Fälle beitragen und eine klare Unterscheidung gegenüber der Euthanasie eher erschweren. Diese begriffliche Unklarheit betrifft für Stephan Sahm vor allem den gesamten Bereich der sog. passiven und indirekten Sterbehilfe, ein Problem nicht nur semantischer, sondern eher kategorialer Art, da es die medizinische und rechtliche Praxis unmittelbar berührt.

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