Bioethik in Ostmittel- und Osteuropa

Ausgabe: 4/2007

53. Jahrgang

Bioethik – die Situation in Polen

Glombik, Konrad

Die moralischen Fragen in diesem Bereich haben zur Bioethik geführt, die im engeren Sinne eine Ethik der Biomedizin ist. Eine Bioethik im breiten Sinn als Ethik aller möglichen, mit dem Menschenleben verbundenen Fragen, existiert seit den Anfängen der Menschheit. Die Bioethik als wissenschaftliche Disziplin bezeichnet vor allem Mehrdimensionalität und Transdisziplinarität. Das bedeutet, dass die Probleme der Bioethik nicht nur von Ärzten und Biologen erörtert werden, sondern zu den Fragen gehören, für die sich auch Juristen, Philosophen, Theologen, Soziologen, Anthropologen, Psychoanalytiker, Ethiker und Politologen interessieren. Diese Feststellung führt zum zweiten Merkmal der Bioethik, das im Pluralismus der Erkenntnis des Guten in der Bioethik besteht. Drittens ist die Bioethik eine Disziplin, in der sich theoretische Reflexion und praktische Lösungen, Normativität und Kasuistik verbinden. Die Hauptthemen in dieser mehrdisziplinären und pluralistischen Reflexion sind: das Verhältnis zwischen Arzt und Patient, Experimente am Menschen, die Techniken bei der Fortpflanzung und am Anfang des Menschenlebens, die mit Alterung, Tod und Sterben verbundenen Probleme, die Eingriffe ins genetische Erbgut des Menschen, die Organtransplantation, die Manipulation der Psyche des Menschen, das Verhältnis des Menschen gegenüber der Tierwelt und last but not least die ökologische Frage.

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