Embryonen und medizinischer Fortschritt

Ausgabe: 4/2008

54. Jahrgang

Ist die Totipotenz menschlicher Zellen ein geeignetes Kriterium für ihre Schutzwürdigkeit? Ein Plädoyer gegen den normativen Gebrauch eines entwicklungsbiologischen Begriffs

Huber, Johannes;Huber, Christian G.

Kann aber die Fähigkeit zur Bildung des adulten Organismusganzen wirklich ein geeignetes Kriterium für Schutzwürdigkeit sein, wenn damit auch Entitäten eingeschlossen sind, von denen man kaum wollen kann, dass sie sich zu erwachsenen Menschen entwickeln? Soll man durch somatischen Zellkerntransfer entstandene Klone oder unter Verwendung tierischer Eizellen erzeugte Klon-Hybride schützen? Im Kontext der aktuellen Rechtswirklichkeit in Deutschland sollen der Totipotenzbegriff und seine Eignung als normatives Kriterium einer kritischen Analyse unterzogen werden.

Tags: Reproduktionsmedizin empirische Ethik Gesetzgebung

German legislation, viz. the Embryo Protection Act (1990) and even more the Stem Cell Act (2002), declares every totipotent human cell worthy of protection. Thus, a descriptive term derived from classical developmental biology has been turned into a normative one. But can the capacity to develop into an adult organism be regarded as an adequate criterion for protection, even if this meant protection of entities such as clones derived from somatic cell nuclear transfer or hybrids resulting from the use of animal egg cells? In this paper, the notion of totipotency and its applicability as a normative concept will be critically analyzed in the context of the legal reality in Germany.

Tags: reproductive medicine empirical ethics legislation

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