Personalität und Körperlichkeit des Menschen

Ausgabe: 3/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

José Luis Bermúdez, The Paradox of Self-Consciousness, Cambridge 1998 (Representation and Mind), 338 Seiten.

Quante, Michael

In seiner Analyse der Paradoxie des Selbstbewusstseins geht Bermúdez einen ähnlichen Weg wie Nelkin in dem Sinne, dass er empirische Forschungsergebnisse heranzieht, um eine plausible Analyse aufzubauen. Anders als Nelkin konzentriert er sich dabei aber auf solche Formen mentaler Aktivitäten, die nicht zum klassischen Bereich des Rationalen gehören (z.B. Körperwahrnehmung oder vorsprachliche Formen sozialen Verhaltens). Dies geschieht vor allem deshalb, weil Bermúdez die These vertritt, dass propositionales Selbstbewusstsein und sprachliche Bezugnahme interdependent sind, man also keines von beiden bei der Analyse des anderen bereits voraussetzen darf. Einer seiner Haupteinwände gegen konkurrierende Theorien ist dementsprechend auch der Vorwurf eines argumentativen Zirkels. Der Ausweg, den er anbietet, ist dann die Erklärung des Selbstbewusstseins durch Rückgriff auf vorsprachliche Formen selbstbewussten Verhaltens und eine Art Stufentheorie von immer komplexer und kognitiver bzw. rationaler werdenden Formen des Selbstbewusstseins. usw.

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