Spiritualität und Medizin

Ausgabe: 2/2009

55. Jahrgang

Der heilende Arzt in Bachs Kantate »Was Gott tut, das ist wohlgetan« – Pastoraltheologische Reflexionen zu einem alten Christustitel

Hastetter, Michaela Christine

Exemplarisch sei dazu der Mittelsatz aus der fünfsätzigen Kantate »Was Gott tut, das ist wohlgetan« (BWV 99) von Johann Sebastian Bach herangezogen, dem hier gewissermaßen eine klingende Synthese der Kirchenvätertheologie mit durchaus pastoraltheologischer Implikation gelungen ist. Der Aria Nr. 3 der Bachschen Kantate mit dem Christus medicus Motiv liegt folgender Text zugrunde: »Erschüttre dich nur nicht, verzagte Seele, wenn dir der Kreuzeskelch so bitter schmeckt. Gott ist dein weiser Arzt und Wundermann, so dir kein tödlich Gift einschenken kann, obgleich die Süßigkeit verborgen steckt.« Das Gedicht steht in der Spannung einer durch Bitterkeit und Krankheit verzagten und erschütterten Seele und dem weisen göttlichen Arzt, der der Bitterkeit der Krankheit mit Wunderkraft entgegen zu wirken vermag.

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