Künstliche Ernährung

Ausgabe: 2/2010

56. Jahrgang

Bestandteil der Basispflege oder eigenständige Maßnahme? Moraltheologische Überlegungen zur künstlichen Ernährung und Hydrierung

Schockenhoff, Eberhard

Er kommt zu dem Schluss, dass die künstliche Ernährung über eine Sonde oder in intravenöser Form als eine intensivmedizinische Maßnahme der Lebenserhaltung anzusehen ist. Unter der Bedingung der jeweils notwendigen Einzelfallprüfung folgert er daraus, dass sie ebenso wie die künstliche Beatmung und andere lebensverlängernde Maßnahmen beim Wegfall ihrer ursprünglichen Indikation reduziert und schließlich eingestellt werden darf. Mit dem Hinweis auf die theologische Anthropologie betont der Beitrag, dass die Entscheidung, eine künstliche Ernährung nicht aufzunehmen oder einzustellen, aus der Einsicht folgt, dass wir das Leben achten und wertschätzen sollen, aber nicht um jeden Preis und mit allen denkbaren Mitteln erhalten müssen.

Tags: Anthropologie Ethik

Artificial nutrition provides particular challenges in medical ethics. The author first discusses the reasons for the view that artificial nutrition is part of the basic care that every patient can expect right up to the final stages before death. He concludes that artificial nutrition through a tube or intravenous drip should be regarded as an intensive care measure to sustain life. Thus, based on an examination of the individual case, it may be withdrawn if the original indication no longer applies, as is the case with other lifesustaining measures. Referring to theological anthropology the author points out that the decision to withhold or withdraw artificial nutrition follows from the insight that we should respect and value life but do not have to sustain it at all cost and with all means available.

Tags: anthropology ethics

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