Künstliche Ernährung

Ausgabe: 2/2010

56. Jahrgang

Jacob Copeman, Veins of Devotion. Blood Donation and Religious Experience in North India, New Brunswick u. a. (Rutgers University Press) 2009 (Studies in Medical Anthropology), 233 Seiten

Seele, Katrin

Knapp 1,2 Milliarden Einwohner, eine wachsende Mittelschicht, eine steigende Lebenserwartung, ein immer besserer Zugang zu ärztlicher Versorgung, ein in Entwicklung begriffenes Krankenversicherungssystem (aktuell haben ca. zehn Prozent der indischen Bevölkerung eine Krankenversicherung) – es liegt auf der Hand, dass im Schwellenland Indien, in dem 16 Prozent der Weltbevölkerung leben, der Durst nach Blut – also transfusionsfähigen Blutbestandteilen – immens ist. Und dieser Durst kann nur schwer gestillt werden, denn dem Bedarf von jährlichen 8,5 Millionen Einheiten Spenderblut stehen tatsächlich gespendete 5,5–6 Millionen Einheiten gegenüber. Häufig sind es religiöse Gründe oder mangelnde medizinische Faktenkenntnis, die die Inder vom Blutspenden abhalten.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück