Grenzsituationen

Ausgabe: 1/2011

57. Jahrgang

Neuro-Enhancement der Liebe: Wird die Liebe zu einem medizinisch kontrollierbaren Phänomen? Philosophisch-ethische Reflexionen zu den jüngsten neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen

Bittner, Uta

»Die Liebe […] ist etwas, das uns überkommt schreibt Spaemann. Und vom schicksalhaften Charakter wird denn auch oft der Wert der Liebe abgeleitet: Liebe wird als seltenes Glück interpretiert. Liebe könne, schreibt der amerikanische Philosoph Harry G. Frankfurt, »nicht so befreiend oder steigernd wirken, wäre ihre Macht nicht so überwältigend und so außerhalb jeder unmittelbaren Kontrolle durch den Willen. […] Der Wert einer Liebe wäre für uns verloren, wenn wir durch Willensentscheid lieben oder nicht lieben könnten.« Pieper spricht daher auch von Liebe als dem »Ur-Geschenk« Hondrich von einem »Geschenk auf Zeit«, das es zu achten und zu bewahren gelte. Wem Liebe widerfahre, der könne sich glücklich schätzen, denn zu lieben und geliebt zu werden gilt als wichtiger Bestandteil eines guten, gelingenden Lebens.

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