Genetische Diagnostik an kranken Menschen

Ausgabe: 4/2002

48. Jahrgang

Sigrid Graumann (Hg.): Die Genkontroverse:Grundpositionen. Mit der Rede von Johannes Rau, Freiburg i. Br. u. a. (Herder) 2001, 192 Seiten.

Babo, Markus

Über Präimplantationsdiagnostik (PID), Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen und generell die Frage nach dem Umgang mit menschlichen (Prä-)Embryonen wird derzeit längst nicht mehr nur in der Fachpresse höchst kontrovers diskutiert. Von Befürwortern dieser Techniken wird mit Vehemenz das Fortschrittsargument in seinen verschiedenen Spielarten ins Feld geführt. Nachdem auch die rot-grüne Bundesregierung vor nunmehr fast zwei Jahren einen Kurswechsel in der Biopolitik eingeläutet hat und verschiedene Verbände mit Diskussionspapieren an die Öffentlichkeit traten, in denen für eine – wenn auch streng kontrollierte – Zulassung dieser Verfahren plädiert wird, stößt Skepsis gegenüber diesen neuen Technologien auf zunehmendes Unverständnis, zumal man dadurch – so das Tabuargument – Betroffenen (sc. Schwerstkranken und genetisch vorbelasteten Eltern) diagnostische bzw. therapeutische Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Situation vorenthalte.

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