Perspektiven medizinischer Ethik

Ausgabe: 1/2012

58. Jahrgang

Ars moriendi. Ein Literaturbericht

Staniul-Stucky, Kathrin;Holderegger, Adrian

Hinter der Bezeichnung ars moriendi stehen ursprünglich erbauliche spätmittelalterliche Schriften und Bilder zur Vorbereitung auf den Tod. Diese waren geprägt von normativen Vorstellungen vom Sterben in einem christlichen Kontext. Wollte man das ewige Leben erlangen, so galt es als unumgänglich, die als moralisch verstandene Herausforderung des Sterbens erfolgreich zu bestehen. Angesichts der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse stellt sich die Frage nach der heutigen Gestalt der ars moriendi. Dieser Literaturbericht trägt wissenschaftliche Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen zum Thema des guten Sterbens zusammen, mit dem Ziel, in einem umfassenden Sinn auf moralische Probleme aus der Perspektive des Lebensendes aufmerksam zu machen und seinen kulturellen und sozialen Dimensionen Rechnung zu tragen.

Tags: End-of-Life Care Ethik Palliative Care Todesbilder

The term ars moriendi originally signifies late-medieval writings and pictures, intended to prepare for one’s death. They were shaped by a normative conception of death in a Christian context. In order to attain everlasting life it was necessary to meet the (moral) challenge of death successfully. Because society changes we have to ask what the ars moriendi, i.e. our understanding of and wishes for the process of dying, are today. This literature report gathers contributions on the subject of ars moriendi from a range of academic disciplines. The objective behind the report is to alert to moral problems from an end-of-life perspective and to take into account its cultural and social dimensions.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück