Patientenautonomie zwischen Individualisierung und Technisierung

Ausgabe: 1/2013

59. Jahrgang

Ida Lamp (Hrsg.), Umsorgt sterben. Menschem mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase begleiten, Stuttgart (Kohlhammer) 2010, 208 Seiten.

Bär, marion

Eine Vielzahl an Konzepten und Ansätzen für die Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz hat sich in den letzten Jahren in der Praxis etabliert. Gleichwohl bildet die Versorgung dieser Personengruppe nach wie vor eine Herausforderung für Angehörige, Pflegende und andere Helfer. Dies gilt insbesondere für die letzte Lebensphase der Betroffenen, wenn neben ausgeprägten kognitiven und kommunikativen Einschränkungen mehr und mehr körperliche Einbußen hinzukommen. Die Verletzlichkeit und Angewiesenheit der zu pflegenden Person nimmt dann enorm zu, und für das Umfeld ergibt sich eine komplexe Aufgabenfülle: Es gilt, die betroffene Person sowohl in ihren Bedürfnissen (physiologischen, psychologischen, sozialen wie spirituellen) als auch in den in jedem Erkrankungsstadium erhaltenen Ressourcen und Potenzialen wahrzunehmen und das eigene Handeln daran auszurichten. Es gilt, Angehörige zu begleiten, Helfer zu qualifizieren, gemeinsame Lösungswege für ethische Problemsituationen zu finden und im multiprofessionellen Team bestmöglich zusammenzuarbeiten. Diese Aufgaben integriert der Palliative Care-Ansatz, ein auf die Verbesserung der Lebensqualität schwer kranker und sterbender Menschen ausgerichteter ganzheitlicher Versorgungsansatz, der zunehmend als ein wesentliches Fundament auch in der Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz wahrgenommen wird.

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