Gesundheit in medizinischen Berufen

Ausgabe: 1/2015

61. Jahrgang

Medice cura te ipsum: Gesundheit und Krankheit von Ärzten aus historischer Sicht

Schäfer, Daniel

Aus historischer Perspektive sind Gesundheit oder Krankheit des Arztes nicht nur Privatsache; vielmehr wirken sie sich auf seine Beziehung zu Patienten und zur Öffentlichkeit aus. Zwar enthalten Quellen der letzten 2.500 Jahre seit der griechisch-römischen Antike nur verhältnismäßig wenige und sehr heterogene Hinweise. Es lassen sich aber cum grano salis in verschiedenen Zeitabschnitten drei wesentliche Konzepte unterscheiden: In den Epochen bis etwa 1700 werden vom Arzt persönliche Gesundheit und Gesundung als Ausweis seiner Heilkunst erwartet. In den folgenden 250 Jahren stilisiert er sich zunehmend als Opfer im Dienst der Patienten und der Wissenschaft. Nach 1970 erscheinen hilflose Helfer von psychischen Krankheiten bedroht.

Tags: Krankheit Medizingeschichte Deontologie

Seen from a historical perspective the health and illness of a physician is not at all his private matter; they have an impact on his relationship with his patients and the public. Drawing on sources from Graeco-Roman times up to now information referring to this subject is scarce and heterogeneous. However, cum grano salis, it is possible to differentiate between three main concepts encompassing various periods: In those reaching approximately until 1700 the physician’s personal health and recovery were the credentials of his art of healing. In the following 250 years he increasingly stylized himself as a victim in the service of his patients and science. After 1970 helpless helpers are threatened by mental illness.Aus historischer Perspektive sind Gesundheit oder Krankheit des Arztes nicht nur Privatsache; vielmehr wirken sie sich auf seine Beziehung zu Patienten und zur Öffentlichkeit aus. Zwar enthalten Quellen der letzten 2.500 Jahre seit der griechisch-römischen Antike nur verhältnismäßig wenige und sehr heterogene Hinweise. Es lassen sich aber cum grano salis in verschiedenen Zeitabschnitten drei wesentliche Konzepte unterscheiden: In den Epochen bis etwa 1700 werden vom Arzt persönliche Gesundheit und Gesundung als Ausweis seiner Heilkunst erwartet. In den folgenden 250 Jahren stilisiert er sich zunehmend als Opfer im Dienst der Patienten und der Wissenschaft. Nach 1970 erscheinen hilflose Helfer von psychischen Krankheiten bedroht.

Tags: illness history of medicine deontolog

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