Güterabwägungen und medizinethische Entscheidungen

Ausgabe: 2/2015

61. Jahrgang

Lynn Clare Schnigula, Leben schützen - nicht durch Anonymität, sondern vor und aus der Anonymität. Eine ethische Beurteilung von Babyklappe und anonymer Geburt im Kontext von Hilfen für Schwangere und Mütter in Not (Ethik in Forschung und Praxis 12; zugleich Diss. Univ. Heidelberg 2013), Hamburg (Dr. Kova?) 2013, 299 Seiten.

Klinnert, Lars

Seit dem Jahr 2000 sind in Deutschland zahlreiche Einrichtungen zur anonymen Kindesabgabe entstanden, sodass mittlerweile nicht nur an die 100 Babyklappen existieren, sondern auch in rund 130 Krankenhäusern anonyme Geburten durchgeführt werden. Der Sinn solcher Angebote ist - spätestens seit der kritischen Stellungnahme des Deutschen Ethikrates - höchst umstritten: Zum einen lässt sich der beabsichtigte Effekt, von Tötung oder Aussetzung bedrohte Säuglinge zu retten, statistisch nicht nachweisen; zum anderen bleiben durch diese Maßnahmen etwa 30 Kinder pro Jahr unbekannter Herkunft und werden somit der späteren Möglichkeit beraubt, etwas über ihre leiblichen Eltern in Erfahrung zu bringen. Obwohl sich die meisten Babyklappen in konfessioneller Trägerschaft befinden, gibt es bislang »weder eine theologisch-ethische Monographie, noch eine fundierte ethische Beurteilung« (15), stellt Lynn Clare Schnigula mit gewissem Recht fest.

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