Medizin und Ökonomie

Ausgabe: 2/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

Kosteneffektivität als Allokationskriterium in der Gesundheitsversorgung

Marckmann, Georg;Siebert, Uwe

Angesichts anhaltend steigender Gesundheitsausgaben wird in vielen Ländern über Verfahren der Prioritätensetzung nachgedacht. Der vorliegende Beitrag untersucht, welche Rolle die Kosteneffektivität medizinischer Maßnahmen bei der Allokation knapper Gesundheitsressourcen spielen kann bzw. sollte. Nach einer Einführung in die zugrunde liegende utilitaristische Ethik werden die wichtigsten Formen gesundheitsökonomischer Evaluationen vorgestellt. Anschließend werden verschiedene Anwendungsszenarien für das Prinzip der Nutzenmaximierung in der Gesundheitsversorgung diskutiert. Am Beispiel der Prioritätensetzung im US-Staat Oregon werden die Möglichkeiten und Grenzen von Kosten-Effektivitäts-Analysen bei der Allokation knapper Gesundheitsressourcen untersucht.

Tags: Ressourcenallokation Ökonomische Evaluationen Kosten-Nutzen-Analyse Utilitarismus Oregon

Confronted with steadily rising health-care costs, many countries have taken steps to set priorities in their health-care system. This paper examines the role that the cost-effectiveness of medical interventions could and should play in the allocation of scarce healthcare resources. After briefly introducing the underlying philosophical framework, we present different scenarios for the application of a cost-effectiveness approach in health care. We especially focus on formal economic methods like cost-effectiveness analyses. Finally, we describe the cost-effectiveness approach used in Oregon (USA) to develop a prioritised list of health services and discuss to what degree societal values concerning the allocation of scarce health-care resources can be included in cost-effectiveness analyses.

Tags: resource allocation health economics cost-benefit analysis utilitarianism Oregon

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück