Menschwürde am Ende des Lebens

Ausgabe: 1/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

Demut

Splett, Jörg

Hans Eduard Hengstenberg hat in die Ethik-Diskussion den Begriff der »Vorentscheidung« eingebracht. Sittlichkeit beginnt damit, dass man für Sachlichkeit statt Unsachlichkeit optiert. Und nun gilt: Zwar können wir zwischen Sachlich- und Unsachlichkeit wählen, doch nicht »irrational « (K. Popper) und beliebig; vielmehr kann man zur Sachlichkeit sich einzig sachlicherweise entschließen, und nur unsachlicherweise zur Unsachlichkeit.

Klammert man nun die sittliche Betrachtung aus, dann mag es sich im Feld von Wollen und Freiheit dennoch so darstellen, als handle es sich bei dieser Vorentscheidung um eine offene Alternative. Anders aber sieht es im theoretischen Feld aus: Will man nicht – »gehorsam« – erkennen, was ist, dann erkennt man nicht stattdessen etwas anderes, sondern man erkennt gar nicht.

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