Notfallmedizin

Ausgabe: 2/2001

47. Jahrgang

Johann S. Ach/Michael Anderheiden/Michael Quante, Ethik der Organtransplantation, Erlangen (Harald Fischer Verlag) 2000, 242 Seiten.

Lachmann, Rolf

Die öffentlichen Diskussionen, die die Entwicklung der Organtransplantation seit ihren Anfängen begleiten, hatten neben dem Aufsehenswert, der mit den radikal neuen medizinischen Möglichkeiten verbunden war, stets deren moralische Implikationen zum Thema. Seit den ersten erfolgreichen Transplantationen Anfang der Fünfzigerjahre zieht sich eine kontinuierliche Diskussion moralischer Probleme bis zur Gegenwart. Sie bezog sich auf die Notwendigkeit der Patientenauswahl, die grundsätzliche Erlaubtheit der Transplantation einiger Organe (Herz, Hirngewebe, Geschlechtsorgane), die Modalitäten der Organentnahme, die Todeszeitbestimmung, die Erlaubtheit der Verwendung von Gewebe anencephalischer Neugeborener und den Organhandel. Die besondere Schwierigkeit dieser ethischen Diskussionen besteht darin, dass sie sich als vielfältig verschränkte medizinische, juristische, ökonomische, gesellschaftliche, religiöse und ethische Problemkonstellationen darstellen.

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