Präimplantationsdiagnostik

Ausgabe: 2/2000
(nur Online verfügbar)

46. Jahrgang

Ein gesundes Kind um jeden Preis? Ethische Erwägungen zur Präimplantationsdiagnostik

Schockenhoff, Eberhard

Mit dem Ziel der ethischen Urteilsbildung über die moralische Zulässigkeit der Präimplantationsdiagnostik werden die von verschiedenen Seiten vorgetragenen Argumente, die für eine begrenzte bzw. fallweise Zulassung der PID sprechen, auf ihre Tragfähigkeit hin untersucht. Geprüft wird, ob es sich bei der PID nur um eine vorverlegte Pränataldiagnostik handelt, ob die Gefahr einer künftigen Ausweitung des Indikationsspektrums besteht, ob – wie es das Embryonenschutz-Gesetz gebietet – nur nicht mehr totipotente Zellen zur PID verwendet werden, ferner ob und inwiefern die PID die elterliche Entscheidungsfreiheit stärkt, und schließlich ob sich aus der Pflicht unzumutbares menschliches Leid zu verhindern, ein Rechtfertigungsgrund für die PID ergibt und ob die Skepsis gegenüber der PID in ein forschungsethisches Dilemma führt.

Tags: Reproduktionsmedizin elterliche Entscheidungsfreiheit ungewollte Kinderlosigkeit Kinderwunsch Embryonen-Schutzgesetz Forschungstechnik

This article evaluates the various arguments in favour of a restricted use of PGD in certain cases with the aim of judging the moral acceptability of PGD as a whole. In particular, it asks: whether PGD is no more than an earlier application of prenatal diagnosis; whether there is a danger that the restriction to certain cases will weaken in the future; whether, as the Embryo Protecction Act demandss, only non-totipotent cells are used in PGD; whether and how PGD strengthens the parent’s freedom of choice; whether the duty to prevent human suffering is a reason to employ PGD; and whether the sceptical attitude against PGD leads researchers into a moral dilemma.

Tags: reproductive medicine parents’ freedom of choice unwanted childlessness wish to have children Embryo Protection Act ethics of research

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