Präimplantationsdiagnostik

Ausgabe: 2/2000
(nur Online verfügbar)

46. Jahrgang

Zeugung auf Probe? – Selektion vor der Schwangerschaft? Ethische Beurteilung der Präimplantationsdiagnostik aus christlicher Sicht

Eibach, Ulrich

Die verschiedenen ethischen Überlegungen zur Präimplantationsdiagnostik (PGD) – und zwar die normativ-ethischer Art wie auch die von den absehbaren und möglichen Folgen her – konvergieren sehr eindeutig zu einer überzeugenden Argumentation gegen jede Form der rechtlichen Erlaubnis von PGD. Insbesondere gegen die PGD sprechen die mit ihr notwendig verbundene Bejahung eindeutig negativer Qualitätsurteile (Lebenswert) mit nachfolgender Selektion, die Infragestellung dessen, dass frühe Embryonen teilhaben an der Menschenwürde und entsprechenden Menschenrechten sowie die mit beiden Argumenten begründete Relativierung des Tötungsverbots. Dies eröffnet eine schiefe Bahn, durch die der Schutz des Lebens der schwächsten Glieder der Gesellschaft immer mehr untergraben werden kann. Deshalb kann es kein Recht auf ein »gesundes Kind« mittels PGD geben. Der Regierung und dem Parlament ist daher aus christlich-ethischer Sicht nachdrücklich zu raten, Regelungen für die PGD nicht der Standesorganisation der Ärzte zu überlassen, sondern in dem geplanten »Fortpflanzungsmedizingesetz« so zu regeln, dass jede Form der PGD verboten wird.

Tags: In-vitro-Fertilisation Selektion erbkranker Embryonen Embryonenforschung Eugenik Recht auf ein »gesundes« Kind moralischer Status »früher« Embryonen Menschenwürde lebensunwertes Leben

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