Klonen beim Menschen

Ausgabe: 2/2004

50. Jahrgang

Ruth Scholz, Die Diskussion um die Euthanasie. Zu den anthropologischen Hintergründen einer ethischen Fragestellung, Münster (Lit) 2002 (Studien der Moraltheologie; Bd. 26; zugl.: Freiburg, Univ., Diss., 2002), 418 Seiten.

Schaupp, Walter

Ohne Zweifel hat sich der Schwerpunkt der bioethischen Debatte neuerdings auf Fragen um den menschlichen Embryo, um Stammzellforschung und PID verlagert, und die zuvor intensiv und kontrovers geführte Euthanasiediskussion musste demgegenüber in den Hintergrund treten. Doch zeigen die jüngste Gesetzgebung in Belgien, wo man dem Beispiel der Niederlande folgte, sowie Vorstöße beider Länder auf europäischer Ebene, dass es sich hierbei noch immer um eine brisante Thematik mit viel politischer Relevanz handelt. Hinzuweisen ist vor allem darauf, dass die theoretische Diskussion bislang zu keinem wirklichen Konsens geführt hat und Befürworter und Gegner auf moralphilosophischer und rechtswissenschaftlicher Ebene einander nach wie vor gegenüberstehen. Viele Beiträge der letzten Jahre tendieren dazu, die klassische Unterscheidung zwischen aktiver und passiver sowie direkter und indirekter Euthanasie für überholt zu erklären und so einer weiteren Legalisierung der aktiven Euthanasie den Weg zu bereiten. Vor diesem Hintergrund muss der Studie von Ruth Scholz durchaus Aktualität und Relevanz zugebilligt werden.

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