Medizin - Religion - Gesellschaft

Ausgabe: 3/2004
(nur Online verfügbar)

50. Jahrgang

Ruud ter Meulen/Wil Arts/Ruud Muffels (Hgg.), Solidarity in Health and Social Care in Europe, Dordrecht (Kluwer) 2001 (Philosophy and Medicine; Bd. 69), 502 Seiten.

Marckmann, Georg

Viele europäische Staaten verfügen über ein staatlich organisiertes Gesundheitswesen, das auf wohlfahrtsstaatlichen Grundsätzen und dem Solidaritätsprinzip aufbaut. Diese Systeme geraten jedoch zunehmend unter Druck: Einem steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen durch den medizinischen Fortschritt und die Alterung der Bevölkerung stehen begrenzte finanzielle Ressourcen gegenüber. Viele Länder setzen deshalb vermehrt auf individuelle Verantwortung, private Formen der Finanzierung und einen verstärkten Wettbewerb zwischen den Versicherungs- und Leistungsanbietern. Welche Rolle kann unter diesen Rahmenbedingungen noch das Solidaritätsprinzip spielen? Dieser Frage ging eine internationale Forschergruppe in einem von der Europäischen Union im Rahmen des BIOMED-2-Programms finanzierten und von April 1998 bis November 2000 durchgeführten Forschungsprojekt nach, dessen Ergebnisse in dem vorliegenden Band veröffentlicht sind. Unter dem Titel »Solidarity and Care within the European Union« (SOLCARE) untersuchten Wissenschaftler aus Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien, ob und ggf. in welchem Ausmaß die zunehmende Individualisierung in der Gesundheitsversorgung zu einer Erosion des Solidaritätsprinzips führt.

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