Medizin - Religion - Gesellschaft

Ausgabe: 3/2004
(nur Online verfügbar)

50. Jahrgang

Hartmut Kress, Medizinische Ethik. Kulturelle Grundlagen und ethische Wertkonflikte heutiger Medizin, Stuttgart (Kohlhammer) 2003 (Ethik – Grundlagen und Handlungsfelder; Bd. 2), 208 Seiten

Eich, Thomas

Dieses Modell legt den Personenbegriff und das Menschenbild zu Grunde, wie es maßgeblich von Kant ausformuliert wurde und vornehmlich um die Schutzwürdigkeit sowie Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte jedes Menschen kreist. Kreß verbindet dies mit dem auf Georg Simmel zurückgehenden Konzept des qualitativen Individualismus, das den Personenbegriff über die Einheit von Leib, Geist und Seele hinausgehend durch Interpersonalität definiert, der zwischenmenschlichen Begegnung jedes Einzelnen. Eine solche Herangehensweise wurde bereits in der Zwischenkriegszeit von dem Mediziner Viktor von Weizsäcker in eine Arztethik integriert, die auf einem personorientierten, dialogischen und prozessualen Krankheitsverständnis basierte.

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