Ethik in der Pädiatrie

Ausgabe: 2/2005

51. Jahrgang

Ulrich May, Rechtliche Grenzen der Fortpflanzungsmedizin. Die Zulässigkeit bestimmter Methoden der assistierten Reproduktion und der Gewinnung von Stammzellen vom Embryo in vitro im deutsch-israelischen Vergleich, Berlin (Springer) 2003 (Veröffentlichungen des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim; Bd. 15), 244 Seiten

von Lochner, Elisabeth

Die Frage nach ethischen und rechtlichen Grenzen der Fortpflanzungsmedizin, des Umgangs mit überzähligen In-vitro-Embryonen und der Stammzellforschung wird seit einigen Jahren unvermindert heftig diskutiert. Die Situation im eigenen Land, die von kulturellen, religiösen und philosophischen Grundannahmen geprägt ist und im geltenden Recht zumindest teilweise ihren Niederschlag gefunden hat, wird dabei zunehmend mit anderen Kulturen, Religionen und Rechtssystemen verglichen, um für sich selbst gegebenenfalls eine Konkretisierung des eigenen Standpunktes vornehmen zu können. Genau dies, also der mögliche Nutzen, der aus einem Vergleich gezogen werden kann, wird im letzten Satz des Bandes auch angedeutet: "Im Rahmen der aktuellen politischen Diskussion um eine Änderung des pauschalen Verbots der Gewinnung embryonaler Stammzellen vom Embryo in vitro könne in diesem Zusammenhang der bestehenden israelischen Regelung, insbesondere hinsichtlich der Idee eines Verbots mit Erlaubnisvorbehalts durch eine Sachverständigenkommission, bedeutende Anregungen entnommen werden".

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