Konfliktfelder der Pränatalmedizin

Ausgabe: 4/2005

51. Jahrgang

Menschenwürde und In-vitro-Fertilisation. Zur Problematik der Zertifizierung der Zeugung

Spieker, Manfred

Zugleich werden verschiedene kritische Argumente erörtert, die alle darauf hinauslaufen, dem Nasciturus die Menschenwürde abzusprechen. Im zweiten Teil werden die der assistierten Reproduktion immanenten Probleme erörtert, die den Schluss nahe legen, dass IVF-Behandlungen mit der Menschenwürdegarantie unvereinbar sind. Am offenkundigsten zeigt sich dieser Widerspruch bei der Produktion und Implantation mehrerer Embryonen, die bei »erfolgreicher« Behandlung zu einem Fetozid führen bzw. nach Kryokonservierung der so genannten überzähligen Embryonen zur Frage, was mit ihnen geschehen soll. Deshalb versetzt die IVF auch Eltern oft in ein auswegloses Dilemma. Sie verlangt die paradoxe Entscheidung, Leben eines Kindes und Tod seiner Geschwister gleichzeitig zu wollen. Aber auch dann, wenn die Probleme des Fetozids, der Mehrlingsraten und der überzähligen Embryonen vermieden werden können, gäbe es Gründe, an der Vereinbarkeit von Menschenwürdegarantie und IVF zu zweifeln. Diese Gründe werden im dritten Teil zum einen aus der Perspektive der Eltern, zum anderen aus der des Kindes erörtert.

Tags: Anthropologie Ethik

Tags: anthropology ethics

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