Plastische und ästhetische Chirurgie

Ausgabe: 2/2006

52. Jahrgang

Oliver Rauprich/Florian Steger (Hrsg.), Prinzipienethik in der Biomedizin. Moralphilosophie und medizinische Praxis, Frankfurt a.M. (Campus) 2005 (Kultur der Medizin; Bd. 14), 487 Seiten.

Honecker, Martin

Sie wollen die vier Prinzipien Nichtschaden, Wohltun, Respekt vor der Autonomie der Person und Gerechtigkeit im Blick auf konkrete Fragestellungen »spezifizieren«, man könnte es auch als spezifisch präzisieren bezeichnen, und die vier Prinzipien gegeneinander abwägen. Um diesen vielfach durch Lehre in der Medizinethik vermittelten und in der Praxis benutzten Ansatz hat es in den USA heftige Debatten und Kontroversen gegeben. Der Band dokumentiert diese Debatte in den USA und ergänzt sie durch Originalarbeiten deutscher Autoren. Am Anfang gibt Oliver Rauprich »Prinzipienethik in der Biomedizin « eine Einführung (11–45). Die Einführung skizziert das Konzept, berichtet über Kritik an der Prinzipienethik, welche die vier Prinzipien als ein »Mantra«, das gebetsmühlenartig bei jedem Fall rezitiert werde, bespöttelt (17) und dagegen fordert, dieses Konzept in eine umfassende allgemeine Theorie zu integrieren. Der Ansatz wird sodann referiert (19 ff), wobei insbesondere die Spezifizierung, d. h. die Anreicherung der Prinzipien mit kontextspezifischem Gehalt, bedeutsam ist (21 ff) und verweist auf Alternativen. Die Einführung endet mit einem kurzen Überblick über die Beiträge des Buches.

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