Plastische und ästhetische Chirurgie

Ausgabe: 2/2006

52. Jahrgang

Eve-Marie Engels/Elisabeth Hildt (Hrsg.), Neurowissenschaften und Menschenbild, Paderborn (Mentis) 2005, 256 Seiten

Wildfeuer, Armin G.

Die Auswirkungen dieser neuartigen Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten betreffen nicht nur die medizinisch-naturwissenschaftlichen Zusammenhänge, sondern in grundlegender Weise auch das menschliche Selbstverständnis und das soziale Zusammenleben, denn sie beziehen sich »auf dasjenige Organ des Menschen, welches die Grundbedingung seiner Personalität und Identität, seines Verhältnisses zu sich selbst und zur Welt darstellt« (11). Es braucht daher nicht zu verwundern, dass zunehmend eine Debatte darüber entbrannt ist, welche Konsequenzen die Ergebnisse der Neurowissenschaften für unser Bild vom Menschen haben werden. Der Blick richtete sich dabei bislang insbesondere auf die Frage nach der Willensfreiheit des Menschen, von der einige Hirnforscher behaupten, es gebe sie gar nicht, und der Eindruck, eigene Entscheidungen frei zu fällen, sei eine gelungene Illusion, die das Gehirn seinem Besitzer vorgaukle. Solche und ähnliche Fragestellungen wurden bislang traditionell von der Philosophie im Kontext der sog. Leib-Seele- bzw. Gehirn-Geist-Problematik erörtert und fallen heute insbesondere in das Gebiet der seit einigen Jahren sich etablierenden Neurophilosophie, die sich auf diese Fragestellungen unter Einbeziehung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse detailliert einlässt.

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