Bioethik in Ostmittel- und Osteuropa

Ausgabe: 4/2007

53. Jahrgang

Bioethik in Kroatien

Matulic, Tonci

Es ist hier nicht der Ort, auf dieses Thema genauer einzugehen. Nur so viel soll gesagt werden: Die Wendepunkte in der Geschichte Kroatiens haben nicht nur historische Bedeutung. Sie finden ihren Niederschlag in gegenwärtigen Spaltungen in der Gesellschaft – mit allen erwünschten und unerwünschten Implikationen. Diese sind nicht umfassend aufgearbeitet. Einige sind bekannt. Eine nur schwer wieder auszugleichende Folge aller gesellschaftspolitischer Wenden in Kroatien ist die tiefe Kluft, die sich durch die kroatische Gesellschaft zieht. Diese Folge spürt man mehr oder weniger täglich je nach dem geschichtlichen, politischen, sozialen, gerichtlichen oder bioethischen Thema, das auf der Tagesordnung der öffentlichen Diskussionen steht. Öffentliche Diskussionen über einige Themen, die von wesentlichem nationalen Interesse oder von wesentlicher sozialer Bedeutung sind, werden häufig ideologisch polarisiert, so dass das Thema selbst in den Hintergrund tritt. Im Vordergrund stehen dann die ideologischen und politischen Unterschiede – mit der geschichtlichen Hypothek. In einem solchen sozialen Umfeld ist es schwer, wenn nicht gar unmöglich, in öffentlichen Diskussionen dialogisch und partnerschaftlich zu argumentieren. Besonders sind bioethische Themen von diesen Tatsachen betroffen.

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