Personalität und Körperlichkeit des Menschen

Ausgabe: 3/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

Theologie der Personwürde des Menschen

Müller, Gerhard Ludwig

Innerhalb einer säkularisierten Gesellschaft, die sich einem metaphysischem Relativismus verschrieben hat, wird es für den bedingungslosen Einsatz des Christen für die Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens zunehmend schwerer, auf die Würde jedes Menschen, auch des ungeborenen und des kranken, zu bestehen. Menschenrechte sind von keiner menschlichen Weltanschauung abhängig, sondern beruhen auf der Anerkennung einer dem Menschen entzogenen Instanz. Eine eindeutige Lösung verspricht der Rückbezug auf den Personbegriff. Person bedeutet keine psychologische Selbsterfahrung, sondern ist innerhalb des ontologischen Begriffsrahmens zu sehen. Der Mensch ist nicht die Summe seiner Eigenschaften, sondern ein Zentrum, mit dem sich unterschiedliche Eigenschaften verbinden. Person ist jeder Mensch von vornherein und immer. Nicht erst durch Zuschreibung wird er zur Person gemacht. Die Achtung vor jedem Menschen als unverfügbares Charakteristikum in der Auseinandersetzung mit sozialdarwinistischen Ansätzen wird zum Maßstab einer auch in Zukuft gelingenden humanen Gesellschaft.

Tags: Toleranz Pluralismus theologische Anthropologie geschichtliche Offenbarung Gesellschaft metaphysischer Relativismus

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