Krankenhausseelsorge

Ausgabe: 1/2010

56. Jahrgang

Klaus Diedrich/Hermann Hepp/Sören von Otte (Hrsg.), Reproduktionsmedizin in Klinik und Forschung: Der Status des Embryos. Leopoldina-Symposium vom 17. bis 18. November 2006 in Lübeck, Nova Acta Leopoldina Nr. 354 = N. F. Bd. 96, Stuttgart (Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft) 2007, 248 Seiten.

Heinemann, Thomas

Den Kapiteln vorangestellt ist der Eröffnungsvortrag des »Pioniers der Kinderwunschbehandlung« (Vorwort der Hrsg.) Robert G. Edwards, in dem dieser aus autobiographischer Sicht die Entwicklung der Hormonbehandlung mit Gonadotropinen bei der In vitro-Fertilisation (IVF) seit den 1950er Jahren schildert und neue Konzepte der Eizellreifung in vitro und in vivo darstellt. Diese von den Herausgebern wohl nicht zuletzt als Reverenz an den Autor gedachte Voranstellung seines Beitrags erweist sich für die Bearbeitung der Thematik als wegweisend: Denn die historischen Darstellungen der zunächst in Forschungsabsicht durchgeführten hormonellen Stimulation bei Frauen, der laparoskopischen Gewinnung von menschlichen Eizellen, der Versuche ihrer Reifung und Befruchtung in der Kulturschale, der Entwicklung der erzeugten Embryonen außerhalb des Mutterleibs und schließlich ihres immer wieder von einem Abort gefolgten Transfers in die menschliche Gebärmutter verweisen von sich aus auf die zahlreichen normativen Fragen, die mit dem Verfahren der (IVF) verbunden sind. Solche Fragen bestehen auch im Hinblick auf die Entwicklung neuerer Verfahren der Reifung von frühen menschlichen Oozyten in der Kulturschale, die es erlauben, eine Vielzahl von Eizellen zu gewinnen und – wie vom Autor befürwortet – zumindest teilweise für die Erzeugung von Embryonen für Forschungszwecke zu verwenden.

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