Genetische Diagnostik an kranken Menschen

Ausgabe: 4/2002

48. Jahrgang

Matthias Beck, Hippokrates am Scheideweg. Medizin zwischen naturwissenschaftlichem Materialismus und ethischer Verantwortung, Paderborn u. a. (Schöningh) 2001, 220 Seiten.

Binninger, Christoph

Noch nie in der Geschichte der Menschheit ist es im Bereich der Naturwissenschaften, gerade in der Medizin, zu so rasanten und bahnbrechenden Entwicklungen und Entdeckungen gekommen wie in den letzten etwa 150 Jahren. Die Grenzen des technisch Machbaren werden geradezu täglich immer weiter nach hinten verschoben. Alles scheint im Fluss zu sein. Unbestreitbar verdankt die Menschheit der medizinischen Forschung viel Segen, gleichzeitig entstehen aber auch neue brisante Problemfelder. Der Widerstreit zwischen dem technisch Machbaren und dem ethisch Vertretbaren nimmt an Schärfe zu. Was ist der Mensch? Wird die Medizin dem Menschen und seiner Würde gerecht, wenn sie nur als eine Art »Reparaturwissenschaft « für die »Maschine« (7) Mensch verstanden wird? Diesen Fragen stellt sich der Autor in seinem Werk. Das Menschenbild der modernen Medizin ist nach Meinung des Verfassers oftmals eindimensional naturwissenschaftlich geprägt und weist eine »Materialisierungstendenz « (7) auf. Beck sieht darin eine Sichtweise, die der Mehrdimensionalität des Menschen nicht gerecht wird. Er fordert daher einen »Paradigmenwechsel « (7) im Menschenbild der Medizin, indem sie sich stärker auch für die geistig-geistlichen Aspekte menschlichen Seins öffnet.

usw.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück