Organtransplantation und Todesfeststellung

Ausgabe: 2/2012

58. Jahrgang

Grauzonen zwischen Leben und Tod. Ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit in der Debatte um das Hirntod-Kriterium

Denkhaus, Ruth;Dabrock, Peter

Mit der Einführung der Entscheidungslösung ist eine Neubelebung der öffentlichen Debatte über ethische Aspekte der Organtransplantation zu erwarten. Neue An fragen an das Hirntod-Konzept, die zuerst von amerikanischen Neurologen formuliert worden sind, dürften für zusätzliche Kontroversen sorgen. Der vorliegende Beitrag weist auf Defizite der bisherigen Aufklärungs- und Informationspolitik hin, diskutiert die Relevanz neuer empirischer Studien für die alte Frage, ob es sich bei Hirntoten tatsächlich um Tote und nicht vielmehr um Sterbende handelt, befasst sich mit den ethischen und rechtlichen Konsequenzen für die Praxis der Organentnahme nach Hirntod und entwickelt Vorschläge für eine sachgerechte, Probleme und Uneindeutigkeiten bei der Todesfeststellung nicht einfach ignorierende Aufklärung über die Organspende. Hirntote – so unsere zentrale These – sind irreversibel Sterbende; eine Organentnahme lässt sich bei entsprechender Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen ethisch jedoch trotzdem rechtfertigen.

Tags: informierte Zustimmung Aufklärung der Öffentlichkeit

Tags: informed consent public education

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