Organtransplantation und Todesfeststellung

Ausgabe: 2/2012

58. Jahrgang

Ein »Markt für Organe«? Zur Frage einer Kommerzialisierung menschlicher Organe zwecks Reduzierung des Organspendemangels aus ethischer Sicht

Beckmann, Jan P.

Angesichts des manifesten Mangels an Organspenden, der viele auf der Warteliste befindliche Patienten eines vermeidbaren Todes versterben lässt und zugleich die Transplantationsmedizin einem ständigen Konflikt mit der Gerechtigkeitsnorm aussetzt, wird seit geraumer Zeit international der Gedanke eines »Marktes für Organe« oder zumindest finanzieller Anreize diskutiert. Der Beitrag schlägt eine Analyse vor, die zunächst Klarheit im Hinblick auf die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zu seinem Körper zu schaffen sucht. Anschließend wendet er sich der Frage zu, ob menschliche Körperteile »marktfähig« sein können. Vor diesem Hintergrund prüft der Beitrag, wie ein »Markt für Organe« und wie finanzielle Anreize aus ethischer Sicht zu beurteilen sind.

Tags: Entscheidungsfreiheit

In view of the manifest shortfall in organ donation, which results in the avoidable death of patients on waiting lists and at the same time confronts transplantation medicine with an ongoing conflict with the norm of justice, the idea of a »market for organs« or at least of financial incentives is for some time been discussed internationally. The following contribution sets forth an analysis that starts out with the question of the relationship of the human being to his body. It then asks whether parts of the human body may be viewed as »merchandisable«. Against this background the contribution examines the question of the ethical validity of a »market for organs« and of financial incentives.

Tags: freedom of decision

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