Ethische Entscheidungen vor und nach der Geburt

Ausgabe: 3/2012

58. Jahrgang

Ingo Proft, Heilung und Heil in Begegnung, Freiburg i. Br. (Herder) 2010 (Theologie im Dialog; Bd. 5), 434 Seiten

Baumann, Klaus

Die moraltheologische Dissertation von Ingo Proft an der Theologischen Hochschule in Vallendar, die neben der theologischen inzwischen eine pflegewissenschaftliche Fakultät beherbergt, zielt auf nicht weniger als ein »christliches Pflegeparadigma der Begegnung«. In Begegnung werde der Mensch »ganz«, geschehe Heilung und Heil. Christlich soll dieses Paradigma sein und dabei ad intra, etwa in christliche Krankenhäuser oder Pflegedienste und ihre interne Pflegequalität hinein, und ad extra, als Profilbildung im Wettbewerb freier und privater Träger, insbesondere der pflegebedürftigen Person dienen. In der Subjektorientierung von Pflege stellt die pflegebedürftige Person bzw. die Begegnung zwischen pflegebedürftiger und pflegender Person Dreh- und Angelpunkt dar. Dieses christliche Pflegeparadigma muss auf »reflexiv abstrakter Ebene« eine »verlässliche Wertgrundlage« schaffen und »auf praktischer Ebene muss diese zu einer persönlichkeitsprägenden Grundhaltung heranwachsen, die ihr Sein und Wirken aus der Perspektive verdankter Existenz wahrzunehmen weiß«

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