Der vorausbestimmte Wille – Patientenverfügungen II

Ausgabe: 4/2013

59. Jahrgang

Wer über mich verfügt, entscheide ich – und ein Anderer.Die Patientenverfügung und das kommunizierte moralische Urteil

Bleyer, Bernhard;Dörfler, Theresa;Gruber, Hans;Dietl, Barbara;Wiese, Christoph H. R.;Pfirstinger, Jochen

In einer Fragebogenstudie an den Fachambulanzen des Universitätsklinikums Regensburg befragte man 2158 Patienten. Dabei wurden unter anderem Aspekte zur Religion (Konfessionszugehörigkeit, Einschätzung eigener Gläubigkeit, Glaube an ein Leben nach dem Tod) und zu vorsorgenden Gesprächen untersucht. Es zeigten sich konfessionelle (evangelisch/katholisch) Unterschiede in der Häufigkeit der Erstellung von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten sowie in der Häufigkeit vorsorgender Gespräche – auch wenn sich die Patienten als »nicht gläubig« einschätzten. Dieser hochindividuelle und -intime Entscheidungsbereich, so ein Resultat, ist durchaus beeinflusst von konfessioneller Zugehörigkeit und ein Feld kommunikativer Urteilsbildung.

Tags: Patientenautonomie Beratung

Tags: patient autonomy consultation

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