Der vorausbestimmte Wille – Patientenverfügungen II

Ausgabe: 4/2013

59. Jahrgang

Die Christliche Patientenvorsorge – Entstehung und Entwicklung

von Lochner, Elisabeth

Zunächst war das Ergebnis der Diskussion, das Instrument der Patientenverfügung gesetzlich verankern zu wollen. Auch die Bundesärztekammer (BÄK) befürwortete 2007 in den »Empfehlungen zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis« eine gesetzliche Verankerung von Patientenverfügungen. Jedoch sprach sich kurz vor der Bundestagsdebatte der damalige Präsident der BÄK, Jörg-Dietrich Hoppe, für einen Verzicht auf eine gesetzliche Regelung aus. Die Annahme, eine solche Erklärung könne alle denkbaren Fälle abdecken, sei illusorisch, so Hoppe. Ebenso überraschend kam seine Qualifizierung einer eingeschränkten Reichweitenbegrenzung von Patientenverfügungen auf unwiderruflich tödliche Krankheitsverläufe als »bar jeder Vernunft«. Diese Äußerungen von Hoppe haben die Bundestagsdebatte maßgeblich beeinflusst und ihren Ausgang deutlich hinausgezögert.

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