Der vorausbestimmte Wille – Patientenverfügungen II

Ausgabe: 4/2013

59. Jahrgang

Lintner, Martin M. Markus Rothhaar/Andreas Frewer (Hrsg.), Das Gesunde, das Kranke und die Medizinethik. Moralische Implikationen des Krankheitsbegriffs, Stuttgart (Steiner) 2012 (Geschichte und Philosophie der Medizin; Bd. 12), 228 Seiten

Schaeffer, Andrea

So zeigt bspw. die in zunehmender Intensität geführte Debatte um ein »glückendes«, selbstbestimmtes Altern und Sterben, dass wir angesichts wachsender Zahlen von Demenz-Betroffenen sowie alten und kranken Menschen, die sich in Situationen von Pflegebedürftigkeit/Abhängigkeit befinden, wie eine v. a. an intellektueller Leistungsfähigkeit und Unabhängigkeit orientierte Vorstellung von Gesundheit und Lebensqualität hier Fragen aufwirft. Wir beobachten in diesem Zusammenhang auch eine Identifizierung von Altern und Sterben als »Krankheit«, die Behandlungsoptionen in Spiel bringt, gegen Alterungsprozesse u. ä. »anzugehen«. Umso deutlicher erkennen wir zugleich die Bestrebungen in medizinethischen Diskursen, die moralischen Konnotationen der Begrifflichkeiten »Gesundheit« und »Krankheit« zu erklären, um Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit Diagnostik-/Therapieverfahren wie auch Rechte und Pflichten im Umgang mit Ressourcen innerhalb unseres Gesundheitswesens jenseits einer allein technischen u. ökonomischen Rationalität näher auszuloten.

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